Das offizielle Archiv 7. Oktober 1946  ·  21. Juni 2007
1946  ·  2007

Pythagoras

Hörbeispiel
Stell da vor, du stehst beim Würschtlstand und du hast dei Würschtl in da Hand aber wias'd gemütlich einebeisst kriagst an Stessa, dass di niederreisst neben dir steht plötzlich ein Prolet aus dem Mund dich schaler Dunst anweht und er sagt: "entschuldigen Herr Chef guat, dass ich sie da beim Standl treff sie ham a Wuascht, i hab an Durscht gehen's zahln sie mir a Dosen Bier i bin a Akademiker, mei Lage ist prekär in diesen Tagen als Intellektueller hat man es schwer und muss sich ständig plagen mit allen existentiellen Fragen no, is doch wahr!" guat, ma wüh ja schliesslich nicht so sein und ich lad eam auf a Dosen ein und er schlürft sie hörbar mit Genuss und sagt dann zu allem Überfluss "ja, so is mit der Philosophie! Man erstrebt sie, doch man erreicht sie nie und so sehr der Mensch auch forscht und sucht er is ständig vor sich auf der Flucht sie ham die Wurscht ich hab den Durscht ein Theorem, doch kein Problem die Transzendenz der Transparenz a Dosen Bier im Jetzt und Hier ich war das Dozentennass man nannte mich >Pythagoras, den Trinker an der Universität sind heute alle blöd und miese Stinker und jeder bild't sich ein, er ist ein Linker i hab an Durscht, es is ma Wurscht der ganze Schas-Pythagoras der blöde Gschaftlhuaber ... und überhaupt, haut's euch doch alle über die Häuser!!! und jetzt wüll i no a Bier, wer zahlt die nächste Runde??? ham se vielleicht a Zigaretten? ... no, es sad's schöne Sandler ... jaja, als Intellektueller hat man's heutzutage wirklich ned leicht ..."